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Georg Joachim Göschen – Ein Leben für das Buch

Georg Joachim Göschen – Deutscher Typograf, Verleger und Buchdrucker. Geboren am 22. April 1752 in der Hansestadt Bremen und starb am 5. April 1828 in Grimma.

Bekannt wurde Georg Joachim Göschen als Verleger der Goethe- und Schiller Zeit. Zu seinen Autoren zählten unter anderem, der Schriftsteller Friedrich Schiller (1759–1805), Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) und Christoph Martin Wieland (1733–1813) und Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803).

Ehrungen:

Eine Apotheke, ein Hotel sowie ein Gasthaus/Pension  – Göschens Gut – in Grimma erhielten seinen Namen.

Mehrere Straßen u. a.  in Berlin-Wittenau, Bremen-Arbergen, Grimma und Leipzig wurden nach ihm benannt.

Biografie – Georg Joachim Göschen

Georg Joachim Göschen war Sohn des Kaufmanns Johann Reinhard Göschen, der nach dem Tod seiner Frau nach Vlotho zog und anschließend seine Familie verließ. Göschen wurde von Bekannten wieder nach Bremen-Arbergen geholt. Dort nahm sich Pfarrer Heinrich Erhard Heeren seiner an und förderte ihn.

Im Jahr 1767 beginnt Georg Joachim Göschen  eine Lehre als Buchhändler. Nach seiner Ausbildung zog er nach Leipzig und fand 1772 eine Anstellung in der Leipziger Buchhandlung Siegfried Leberecht Crusius. Von dort wechselte er als Verwalter nach Dessau zur „Verlagscasse für Gelehrte und Künstler“. Mit finanzieller Unterstützung durch Christian Friedrich Körner gründete er im März 1785 in Leipzig die G. J. Göschen’sche Verlagsbuchhandlung. Unter seiner Leitung wurde es zu einem der wichtigsten Verlage der Weimarer Klassik. Sein großer Erfolg war 1789 mit Schillers Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. Am 4.3.1793 erhielt Göschen vom sächsischen Kurfürsten Friedrich August III. die Konzession zum Buchdruck. Im selben Jahr eröffnete er eine eigene Druckerei in Leipzig, verlegte jedoch diese 1797 nach Grimma und stellte seinen Freund Johann Gottfried Seume als Korrektor ein. 1813 veröffentlichte er dessen Autobiographie – Mein Leben. 1823 wird die Verlagsbuchhandlung von Leipzig nach Grimma verlegt und im selben Jahr übernahm  Carl Friedrich die Leitung der Druckerei. Die Verlagshandlung wird bis 1838 von  Sohn Hermann Julius fortgeführt.

Georg Joachim Göschen heiratete am 12. 5. 1788 Henriette Heun. 1795 erwarb er ein Landgut in Grimma-Hohnstädt, welches bis 1934 in Familienbesitz blieb. Die nachfolgende Eigentümerin Renate Sturm-Francke bewahrte die Erinnerung an den Verleger und sein Werk und engagierte sich für dessen öffentliches Andenken. Seit 1995 ist das Grundstück im Besitz der Stadt Grimma und der Öffentlichkeit zugänglich. Das Wohnhaus beherbergt heute ein Museum.

 

Mehr zu Georg Joachim Göschen finden Sie unter anderem auf der Webseite von  Wikipedia