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Colditz – Das kleine Städtchen an der Mulde

Fährt man von Grimma ca. 17 km flussaufwärts kommt man nach Colditz – Das kleine Städtchen an der Mulde. Es liegt zu beiden Seiten der Zwickauer Mulde im Landkreis Leipzig. Nachbarschaftsstädte sind unter anderem Grimma, Bad Lausick, Harta und Leisnig. Mit seiner Burg wurde die Stadt schon früh urkundlich erwähnt. Seitdem ist die Geschichte des kleinen Städtchens eng mit dem Schloss Colditz verbunden. Zahlreiche Eingemeindungen vieler Dörfer und Ortschaften sorgten dafür, dass die Stadt stetig wuchs und mittlerweile bei fast 9000 Einwohnern liegt.

Geschichtliches Colditz in Kurzform:
Die Region Colditz wurde im Jahr 1046 als Burgwardbezirk „Cholidistcha“ erstmals urkundlich erwähnt. Aufgrund der günstigen Lage entstand im 12. Jahrhundert eine Kaufmannssiedlung, unterhalb der hoch auf dem Felsen thronenden damaligen Burganlage. Erstmalig erwähnt wurde die Stadt Colditz im Jahr 1456 als „civitas“. Nach dem großen Stadtbrand 1504 wurde mit dem Umbau der Burg Colditz zum Schloss Colditz begonnen. Im 16. Jahrhundert blühte das Tuchmacher- und Leineweberhandwerk auf und mit dem Aufenthalt des kursächsischen Hofes erhielten Schloss und Stadt zunehmend zeitgemäße Züge.

Colditz - Das kleine Städtchen an der Mulde

Die glanzvollen im Renaissancestil geformten Fassaden sind im heutigen Stadtkern erhalten geblieben und machen den einstigen herrschaftlichen Glanz sichtbar. Die 1710 gegründete Meißener-Porzellan-Manufaktur verwendete im frühen 18. Jahrhundert, auf kurfürstlicher Anweisung, Colditzer Tone. Am 20.9.1750 zerstörte abermals ein Großbrand 130 Häuser und Scheunen.

Im Jahr 1804 begann die erste Tonverarbeitung in der Colditzer Steingutfabrik Thomsberger & Hermann. 1958 war Beginn der Porzellanherstellung in Colditz im VEB Colditzer Porzellanwerk. Es wurde ein großer Teil des in der DDR bekannten Mitropa-Porzellans produziert, welches man am Herstellerlogo „cp“ erkennen kann. Weiteres kann das kleine Städtchen auf eine bedeutende Schamotteindustrie zurückblicken, die jedoch ebenso wie die Porzellanindustrie den Umbruch nach 1990 nicht überlebte. In den Jahren 2002 und 2013 war Colditz von einem Jahrhunderthochwasser betroffen.

Sehenswertes in und Umgebung Colditz

Colditz mit seinem international berühmten Schloss beherbergt so einige Sehenswürdigkeiten. Ebenfalls ist die Kleinstadt auch Station und Ausgangspunkt vieler Wander- und Radwanderwege und beheimatete lange Zeit Sachsens ältesten Tiergarten.

Die Hauptattraktion ist natürlich Schloss Colditz. Das Schloss wurde erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt und unter dem Kurfürsten August von Sachsen zum Jagdschloss im Stil der Renaissance umgebaut. Später verlor es seine Bedeutung und wurde zunächst als Armenhaus und anschließend als Nervenheilanstalt genutzt. Im Zweiten Weltkrieg diente es als Kriegsgefangenenlager für ranghohe Offiziere. Dieser Umstand wurde in dem britischen Film Colditz – Flucht in die Freiheit 2005 verfilmt.

Weitere Kultur- und Sehenswürdigkeiten sind unter anderem, das Herzstück des Ortes der Marktplatz mit dem auffälligen Rathaus und den beiden steinernen Stadt- und Sachsenwappen, die Stadtkirche St. Aegidien mit spätgotischem Chor aus der ersten Hälfte des 15. Jh. (unweit des Schlosses), die Friedhofskapelle St. Nicolai mit in das Portal und die Außenwand eingebautem Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, der 20 m hohe Heimatturm auf dem Töpelsberg. Von der Aussichtsplattform des denkmalgeschützten Aussichtsturms bietet sich eine gute Rundsicht auf Colditz, das Muldental sowie die umliegenden Ortschaften.

Beliebt bei Wanderer, Radfahrer, Wasserwanderer ist das idyllische Wasserschloss Podelwitz. In der Heimatstube für Volkskunst werden unzählige Exponate aus der Geschichte der Deutschen Post, aus den Tante-Emma-Läden und etliche Spielsachen von früher gezeigt.

Zwei außergewöhnliche Museen im eingemeindeten Zschadraß:

1. Dentalhistorisches Museum mit eine der weltweit größten Sammlungen zur Zahnmedizin und deren Entwicklung.
2. Kunst- und Museumsprojekt „ort jenseits der strasse“ mit Rauminstallationen zur Entwicklung der Psychiatrie.

Aktivitäten:

Ein Rundgang um den ehemals ältesten Tiergarten Sachsen. Bei einer Wanderung durch den ehemaligen Tiergarten erhält man zahlreiche Einblicke in die Geschichte und kann noch einige der Bauwerke sowie Anlagen bestaunen. Auch die Mauer der Tiergartenbegrenzung ist streckenweise noch gut erhalten. Auf dem Rundweg durchquert man das sehenswerte Torhaus und läuft an einer kleinen Quelle „Triefsäckchen“ vorbei.

Etliche Wanderwege und beinahe noch mehr Radwanderwege führen an Colditz vorbei. Einige nennenswerte sind zum Beispiel, der Mulderadweg, die Altenburg-Colditz-Radroute (53km) und der Lutherweg.

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